Das Modell der Evolutionspädagogik®

Das KompetenzModell AuF Grundlage Unserer Evolution

Das Modell der Evolutionspädagogik® besagt, dass wir Lebenskompetenzen oder Sicherheiten dieser

7 Entwicklungsstufen während der kindlichen motorischen Entwicklung erstmalig ausprobieren und im Laufe unseres Lebens immer weiter trainieren und verfeinern. Dieser natürliche Prozess kann jederzeit durch Übungen der Evolutionspädagogik® gezielt unterstützt werden. 

Im Folgenden stelle ich die 7 Entwicklungsstufen aus dem Kompetenzmodell vor.

Vielleicht erinnert Sie das ein oder andere an eine selbst erlebte Situation? 


Der Fisch

Urvertrauen

Stufe 1 - UrVertrauen & Sicherheit    -> unbewusstes Verhalten!

  • unbeschwert wie ein Fisch im Wasser, geborgen wie ein Kind im Mutterleib sein
  • entspannte Sicherheit, angstfreie Entspannung, Vertrauen, einfach da sein ist genug
  • mit geschmeidigen Bewegungen in seinem Element sein. Selbstvertrauen.
  • die Fähigkeit zu körperlicher, emotionaler und geistiger Ruhe, Harmonie, Einheit.
  • Bewegung in Bezug zum Außen, Schwarmverhalten. Mitmachen. Das Gegenteil tun.

"Ich habe Vertrauen."

Wer den eigenen Fähigkeiten vertraut, geht Aufgaben optimistisch an, begegnet neuen Situationen offen und liefert Ergebnisse, auch wenn andere ihm/ihr das so auf den ersten Blick gar nicht zugetraut hätte.


Die Amphibie

Neugier

Stufe 2 - Erlebnissicherheit & InnovationSfähigkeit

  • mit den Vorderbeinen aus dem Wasser an Land kriechen, neue Bereiche erobern 
  • schützendes Abtauchen in die eigene Welt, Rückzug in Bekanntes und Vertrautes
  • Zur Ruhe kommen, wach Reize aufnehmen, Risiken nicht kennen und entdecken.
  • Neugier auf Neues, unbewusste Sehnsucht &  Motivation, aus sich heraus gehen.
  • Atmung, unbewusste Wahrnehmung (Unterschiede) und Reaktion auf Reize. 
  • wie ein Säugling der in Bauchlage die Welt beobachtet oder wieder müde den Kopf ablegt

"Ich bin umsichtig und neugierig."

Wer neugierig Unterschiede wahrnimmt und beispielsweise mit der Taktik "Lernen durch Versuch und Irrtum" einfach ausprobiert, bleibt motiviert und korrigiert seine Vorgehensweise solange bis Lösungen entstehen. 


Das Reptil

Aggression

Stufe 3 - Körpersicherheit

  • kraftvolles kriechen mit Bauch auf dem sicheren Boden ist eine gleichseitige Bewegung
  • Erstarren, fokussiertes Innehalten und blitzartiges Loslegen
  • Reflexe sichern das eigene Überleben. Reflexgesteuertes Verhalten. Angriff. Flucht.
  • Aufmerksamkeit mit höchster Anspannung für maximalen körperlichen Krafteinsatz
  • vegetatives Nervensystem 
  • wie ein kriechendes Kleinkind, das fokussiert, Dinge befühlt, betrachtet, schmeckt

"Ich kann mich gut konzentrieren und loslegen."

Ursprünglich sicherte der Reflex "Angriff oder Flucht" bei Lebensgefahr unser Überleben. Der Körper mobilisiert ungeahnte Kräfte, hält aufmerksam inne, um dann im richtigen Moment instinktiv zu agieren und zu reagieren. 
Positive Aggression bedeutet aufmerksam die passende Gelegenheit abzuwarten und dann mit optimalen Krafteinsatz fokussiert Ziele oder Aufgaben in Angriff zu nehmen und mit Durchhaltevermögen zu erreichen. Das Ziel wird instinktiv erreicht, ohne dass vorher ein Planen, Abschätzen oder aus verschiedenen Perspektiven überdenken statt gefunden hat. Man handelt passend ohne Gefühl und ohne Verstand.


Das Säugetier

Bedürfnisse

Stufe 4 - Gefühlssicherheit

  • Gang auf 4 Beinen als Überkreuz-Bewegung verbindet linke und rechte Gehirnhälfte
  • Zeitempfinden und Gespür für das richtige Timing zwischen Nähe und Distanz
  • Emotionen, sich auf Situationen & Personen einlassen, die passende Distanz wahren
  • Körperliches Spüren, selbständige Regulation der Körperwärme
  • Instinkt, Erspüren von Bedürfnissen, bedürfnisorientiertes Handeln
  • das limbische System fällt die Entscheidung: Reflex, Instinkt, bewusstes Handeln
  • wie ein Krabbelkind, das den dreidimensionalen Raum erkundet und zurückkehrt. 

"Aufgaben erledigen, Lernen, Schreiben, Lesen und Rechnen fällt mir leicht, und ich weiß was ich brauche."

Wer die eigenen Bedürfnisse spürt, sorgt gut für sich selbst und hat gute Gefühle. Wer die Bedürfnisse anderer achtet und mit dem richtige Timing auf sie zugeht, bewirkt gute Gefühle bei anderen. Voraussetzung für Lernen ist außerdem sich auf etwas neues oder jemanden (z.B. Lehrenden) einzulassen und bei allem den passenden körperlichen und emotionalen Abstand zu wahren. 


Der Affe

Spiel

Stufe 5 - Gruppensicherheit   -> ab Hier Bewusstes Verhalten!

  • virtuoses geschicktes Bewegen im Raum, klettern, balancieren, schwingen
  • egoistisch sich seiner Individualität und eigenen Ziele bewusst
  • zweckgerichtete Anpassung innerhalb der Gruppe
  • Regeln, soziales Miteinander als Spiel, Gemeinschaft.
  • Der Verstand erkennt Chancen und Möglichkeiten und entscheidet bewusst.
  • wie ein Kleinkind, das sich kletternd individuell einen neuen Überblick verschafft

"Ich spiele gerne mit anderen, behalte den Überblick. Jonglieren und Balancieren macht Spaß."

Wer schnell Entscheidungen fällen kann und seine individuellen Stärken für die Ziele und Zwecke der Gruppe einsetzt, gilt als teamfähig und hat als Teil der Gemeinschaft individuelle Vorteile für sich selbst. 


Der Urmensch

Stufe 6 - Sprachsicherheit

  • aufrechter stabiler Stand, gleichzeitig beginnt das Kleinkind sich mitzuteilen.
  • sich seiner Postion innerhalb der Gemeinschaft bewusst sein. Werte. Grenzen.
  • gesprochene Sprache, Symbole, Gestik, Gesichtsausdruck. Einsatz von Werkzeugen.
  • Bewusstsein für Weiblichkeit und Männlichkeit. Die Facetten der eigenen Identität.
  • Der Einzelne als wertvoller Teil des großen Ganzen. Rhythmus. Musik.

"Ich kann mich ducken, anschleichen, nach vorne gehen, den Rhythmus finden. Ich weiß, wer und wo ich bin."

Wer Gesichts- und Körperausdruck zu deuten weiß und selber stimmig ergänzend zu Worten nutzt, hat Identität und wirkt authentisch. Konflikte lösen sich über Sprache und Ausstrahlung. Die eigenen Worte haben Gewicht aufgrund des eigenen Ranges innerhalb der Gemeinschaft. Auch Zeichensprache ist eine Körpersprache.


Der Mensch

Stufe 7:  Kommunikations- Und Kooperationssicherheit

  • aufrechter Gang
  • Verantwortungsbewusstsein. Weitblick. Sinn. 
  • abstraktes Denken, systematisches einordnen in übergeordnete Zusammenhänge 
  • Empathie, Fähigkeit sich in Beweggründe anderer hinein zu fühlen
  • sich seiner selbst bewusst sein, wie ein Kleinkind, das sich selbst im Spiegel erkennt

"Hinter dem Horizont geht es weiter und ich kann klar denken."

Wer die eigene Sichtweise kennt und fähig ist die eigene Situation und das eigene Handeln auch einmal von außen und anderen verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, gilt als reflektionsfähig. Als Teil der individuellen Persönlichkeit entsteht Verantwortungsbewusstsein und Verständnis füreinander. Das eigene Handeln und das anderer wird einem Sinn zugeordnet, der auch zu zeitweiser Selbstüberforderung führen kann. Die eigene Persönlichkeit findet ihren Ausdruck in Kunst und Kreativität oder einfach darin, das das eigene Leben bewusst zu gestalten.


Die Evolutionspädagogik ist in über 800 Praxen international Erfolgreich

Entwickelt in München, blickt diese Methode auf eine 30jährige Erfolgsgeschichte zurück. Die folgende Graphik verdeutlicht Erfahrungswerte.

Bei welchen Evolutionsstufen bzw. Themenbereichen zeigte sich in den letzten Jahren am meisten Unterstützungsbedarf?